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Langlebiger Naturstein

Naturstein wird in vielen Orten der Welt in Steinbrüchen gewonnen; das reicht von Südafrika bis Norwegen und von Brasilien bis Indien. In jedem Gebiet wird der Naturstein durch seine eigene Farbe und Ausstrahlung geprägt.
Das Material wird mithilfe von Sprengstoff und großen Industriemaschinen abgebaut, bevor die ca. 20 Tonnen schweren Blöcke zur verarbeitenden Industrie gebracht werden. Dort werden die Blöcke zu Platten verarbeitet, die wir im Anschluss für die Herstellung von Küchenarbeitsplatten einkaufen.
In Italien befindet sich für fast alle Granitsorten die blockverarbeitende Industrie, die aus allen Teilen der Welt mit dem Schiff beliefert wird. Die einzige Ausnahme sind die Natursteinsorten aus Indien, denn dort erfolgt die Steinverarbeitung im Land selbst, sodass wir bei einem Anbieter aus Indien einkaufen.

 

Sorgfalt beim Einkauf von Naturstein

Da viele Natursteinsorten in Ländern gewonnen werden, in denen es ganz andere Arbeitsbedingungen und Löhne als in Europa gibt und manchmal sogar Kinderarbeit und Schuldsklaverei vorkommen kann, geht Jetstone bei der Wahl ihrer Lieferanten besonders sorgfältig vor. Wir arbeiten so viel wie möglich mit Unternehmen zusammen, die selbst ebenfalls Eigentümer der Steinbrüche sind, aus denen der Granit stammt, sodass wir uns ein möglichst gutes Bild darüber machen können, woher unsere Produkte kommen. Außerdem besuchen wir oft – in Begleitung unabhängiger örtlicher Kontrolleure – die Werke und Steinbrüche. Schon ein geringer Anfangsverdacht ist in einigen Fällen ausreichend, die Zusammenarbeit mit einem bestimmten Lieferanten zu beenden.
Jetstone war bereits in einer frühen Phase aktiv an der „Werkgroep Duurzaam Natuursteen“ (WGDN, Arbeitsgruppe nachhaltiger Naturstein) beteiligt, die im Bereich nachhaltiger und verantwortungsbewusster Naturstein tätig war. Die Arbeitsgruppe wurde vom niederländischen Staat aufgehoben, denn sie wurde zu einem Bestandteil der internationalen Organisation Earthworm (vorher TFT), deren Mitglied Jetstone jetzt ebenfalls ist. Earthworm ist seit jeher vor allem in den Branchen Kakao und Palmöl aktiv, setzt sich aber auch immer mehr für Nachhaltigkeit bei Naturstein ein.

 

Verhaltenskodex von Jetstone

Als Unternehmen, das viel im Ausland einkauft, erfüllt Jetstone die freiwillige Selbstverpflichtung, wie der niederländische Staat sie für den nachhaltigen und verantwortungsbewussten Einkauf vorgibt. Aber wir gehen noch einen riesigen Schritt weiter. Jetstone arbeitet nämlich mit einem Verhaltenskodex, in dem sich Jetstone selbst sowie ihre Lieferanten verpflichtet, eine Reihe entscheidender rechtlicher, ethischer, umweltrelevanter und sozialer Werte und Normen zu beachten. Dieser Verhaltenskodex wurde nicht nur u. a. von all unseren Lieferanten aus Indien unterzeichnet, sondern wird auch mit möglichen neuen Lieferanten besprochen. Das ist ein wichtiger Schritt in einem Land, in dem viele Informationen sehr undurchsichtig sind.

 

Convenant Internationaal MVO

Jetstone ist Initiator und Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbands DI-Stone (Duurzaam en Innovatief, also nachhaltig und innovativ). Eine wichtige aktuelle Entwicklung in Bezug auf nachhaltigen Granit ist der „Convenant Internationaal MVO“ (internationale Selbstverpflichtung zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung) unter Federführung des Sozialwirtschaftlichen Rats der Niederlande (SER). Selbstverständlich ist Jetstone über DI-Stone an dieser freiwilligen Selbstverpflichtung beteiligt, die auf einen branchenweiten Ansatz dieses Themas (und nicht als individuelles Unternehmen) abzielt. Im Anschluss an eine vor einiger Zeit durchgeführte Untersuchung über Naturstein aus Indien sprach die niederländische kommissarische Ministerin Ploumen am 23. August 2017 im Fernsehen u. a. über diese Selbstverpflichtung und formulierte die gleichen Standpunkte wie Jetstone: Erhebliche Verbesserungen fordern Zeit, aber wir müssen uns diesem Thema als Branche (am besten im internationalen Kontext) stellen. Einfach nur abzuwarten, reicht nicht!